Harald Naegeli in Köln – Sprayer und Zeichner

9. März – 12. Juni 2022

Harald Naegeli (*1939), der „Sprayer von Zürich“, kam gegen Ende des Jahres 1979 nach Köln.

In der Schweiz wurde er wegen seiner illegal gesprayten Graffiti strafrechtlich verfolgt. Bei der WDR-Journalistin Marianne Lienau, die zuvor gemeinsam mit ihrem Kollegen Hubert Maessen über Naegeli berichtetet hatte, fand er Zuflucht in Köln. Lienaus Wohnung befand sich im Agnesviertel. Von hier aus begab sich der damals 40-jährige Künstler auf nächtliche Streifzüge durch die Stadt. Zunächst führte er fort, was er in Zürich begonnen hatte: das Sprayen fantasievoller Figuren an ausgewählten (Un-)Orten. Dann fand er in Köln ein neues Thema und sprayte von Ende 1979 bis 1981 zahllose Skelette und Totenschädel auf Beinen, die bereits 1982 größtenteils vernichtet waren und heute vor allem in historischen Fotografien dokumentiert sind. Durch die vom Kölnischen Kunstverein unter der Leitung von Wulf Herzogenrath 1982 veranstaltete Graffiti-Ausstellung „Eine andere Malerei“, unter anderem mit einer Fotodokumentation der Skelette vom „Zürcher Sprayer“ erhielten diese als Gesamtheit legendäre Berühmtheit als Kölner Totentanz. Einige dieser heute weitgehend verlorenen Figuren werden in der Ausstellung dokumentiert.
Bekannt ist Naegeli als einer der ersten Graffiti-Künstler Europas. Weniger geläufig sind seine Zeichnungen auf Papier. 2018 schenkte er dem Museum Schnütgen 102 Zeichnungen und ein Mappenwerk mit Radierungen. Die Ausstellung präsentiert daraus eine Auswahl, von kleinformatigen Arbeiten mit figürlichen Darstellungen bis zu den großformatigen, mystischen Tuschezeichnungen der Urwolke aus feinsten Federstrichen und Punkten.
Naegelis Arbeiten treten dabei erstmals in einen unmittelbaren Dialog mit den mittelalterlichen Objekten des Museums.

Zur Ausstellung ist ein Katalogbuch im Verlag der Buchhandlung Franz und Walther König erschienen. Es ist für 18€ im Museumsshop erhältlich.

Rahmenprogramm

Anlässlich unserer Ausstellung zeigt das Weisshaus Kino Köln den Dokumentarfilm "Harald Naegeli - Der Sprayer von Zürich" am 21. und 22. Mai: https://www.weisshaus-kino.de/detail/95339/Harald%20Naegeli%20-%20Der%20Sprayer%20von%20Z%C3%BCrich
 

Eintrittspreise

  •  Einzelticket Sonderausstellung inkl. Sammlung: 6 €, ermäßigt: 3,50 €
  • Kombiticket Museum Schnütgen und Rautenstrauch-Joest-Museum: 10 €, ermäßigt: 7 €
  • Gruppenticket (ab 10 Personen): 3,50 € pro Person
  • Ermäßigter Eintritt: für Studierende, Wehr- und Freiwilligendienstleistende
  • Freier Eintritt: für Kinder unter 6 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen, Schüler*innen, Auszubildende, Kölner*nnen unter 18 Jahren, Inhaber*nnen des Köln-Passes und für Mitglieder des Freundeskreises Museum Schnütgen.

Führungen

Führungen: Informationen zu unseren Führungen und individuell buchbaren Angeboten finden Sie im Bereich „Im Dialog“. Wenn nicht anders ausgewiesen, sind die Führungen im Preis enthalten.

Fremdgruppen: Alle Fremdgruppen werden gebeten, sich per E-Mail bei service.museumsdienst@stadt-koeln.de  anzumelden. 

Sonderprogramm für Schüler*innen "Ganz weit weg und trotzdem immer mit dabei: der Tod und ich":

https://museenkoeln.de/portal/angebotbuchen.aspx?angebot=1354&fuehrungzu=&inst=8

 

Buchen Sie hier eine individuelle Führung für Ihre Gruppe

Für weitere Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter*innen des Museumsdienstes unter Tel +49 (0) 221 221-27380 oder über service.museumsdienst@stadt-koeln.de zur Verfügung.

Öffnungszeiten

Mo geschlossen

Di bis So 10-18 Uhr
Do 10-20 Uhr

KölnTag 10-22 Uhr
Jeden ersten Donnerstag
im Monat

 
Harald Naegelis Videobotschaft zur Ausstellung