Holzskulptur
Holzskulpturen waren ein wesentlicher Bestandteil der Ausstattung von Kirchenräumen. Besonders der gekreuzigte Christus (Kruzifix) und die Muttergottes mit Kind, aber auch Heiligenfiguren gehörten zu den wichtigsten Aufgaben der Bildschnitzer. Meistens waren sie farbig gefasst, im frühen Mittelalter gelegentlich sogar mit Goldblech verkleidet. Besonders seit dem 14. Jahrhundert entstanden immer größere Altaraufsätze (Retabel) mit holzgeschnitzten Figuren, oft in Kombination mit gemalten Darstellungen auf den Flügeln. Viele Holzskulpturen im Museum Schnütgen waren einst Teil solcher Retabel. Auch Kirchenmöbel wie Chorgestühle oder Lesepulte waren oftmals mit Holzfiguren verziert. Der Altartisch dagegen ist immer aus Stein. Schließlich war Holz auch ein beliebtes Material für kleinere Skulpturen zur privaten Andacht.
Trauernde Maria von einer Triumphkreuzgruppe,
Ostalpen, um 1220-1230, Buchenholz,
H. 141 cm, Inv.-Nr. A 1058
© Rheinisches Bildarchiv
Thronende Muttergottes (Aachener Madonna), Köln (?), um 1230, Eiche, 102 x 50 x 43,5 cm, Inv.-Nr. A 15, © Rheinisches Bildarchiv
Muttergottes in der Sonne,
Köln, um 1370-90, Nussbaum, farbig gefasst, H. 37 cm, Inv.-Nr. A 895, © Rheinisches Bildarchiv
Acht Propheten aus dem Kölner Rathaus
Köln, um 1430-40, Eiche, farbig gefasst, H. 114 cm, seit 2014 Lleihgabe der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, © Rheinisches Bildarchiv
Johannesschüssel
Westfalen (Münster?), um 1450, Eiche, Ø 52 cm, Inv.-Nr. A 147
© Rheinisches Bildarchiv
Hiob im Elend,
Oberrhein oder Schwaben, um 1500, Lindenholz, H. 26,5 cm, Inv.-Nr. A 1066
© Rheinisches Bildarchiv
Engel mit Spruchband, Köln, um 1530, Lindenholz, H. 132 cm,
Inv.-Nr. A 860 a, © Rheinisches Bildarchiv