Textilien
Textilien schmücken, verhüllen und kleiden ein. Ihre besondere Sinnlichkeit, ihre Vergänglichkeit und ihre oft enge Verbindung mit dem menschlichen Körper machen Textilen zu besonders faszinierenden Kulturgütern. Im Mittelalter wurden kirchliche Gewänder und textiles Zubehör für den Gottesdienst aus wertvollen Materialien wie Seide, Gold- und Silberfäden gefertigt und mit kunstvollen Stickereien und gewebten Borten reich verziert. Aber auch für bürgerliche Wohn- und Repräsentationsräume entstanden textile Kunstwerke von hoher Qualität wie Bildteppiche und Kissenplatten.
Aus konservatorischen Gründen können Textilien und Buchmalereien nicht permanent ausgestellt werden.
Kasel des hl. Anno,
Gewandstoff: Seide, Byzanz, um 1000, Besätze: Kölner Borten: Köln, Mitte 15. Jh., 146 x 112 cm, Inv.-Nr. P 1, © Museum Schnütgen, Foto: Thomas Zwillinger
Untergewand (Albe), Benediktinerinnenkloster Engelberg, Schweiz, nach 1300, Gewandstoff: Weißes Leinengewebe, Leinen- und Seidenstickerei, Zierbesatz: Seidengewebe (Lampas), Italien, 13./14. Jh., L. 181 cm, Saumumfang 472 cm, Inv.-Nr. P 4, © Simon Vogel, Köln
Chormantel, Venedig, um 1400-1425,
Seide, Atlas mit Samtdekor und Goldbroschierung, 134 x 289 cm, Inv.-Nr. P 201, © Museum Schnütgen, Foto: Thomas Zwillinger
Reliquienbeutel (Bursa),
Rheinland, 14. und 15. Jh., Leinen mit Stickerei in Seide, Metalllahn,
22,2 x 20,9 cm, Inv.-Nr. P 870, © Rheinisches Bildarchiv
Dalmatik vom Ornat aus St. Andreas
Gewandstoff: Seide, Samt, Italien, um 1450; Besätze: Kölner Borten, um 1450, 110 x 125 cm, Inv.-Nr. P 389, © Museum Schnütgen, Foto : Thomas Zwillinger