Peter Ludwig (1925-1996)

Das Museum Schnütgen zählt zur Familie der Ludwig Museen. Nach Angaben der Peter und Irene Ludwig Stiftung verteilt sich die Sammlung der Ludwigs in Form von Schenkungen und Dauerleihgaben heute international auf 26 Museen in öffentlicher Trägerschaft.

Peter Ludwig, der am 9. Juli 2025 100 Jahre alt geworden wäre, lernte im Rahmen seines Studiums den späteren Direktor des Museum Schnütgen, Hermann Schnitzler, kennen. Schnitzler machte großen Eindruck auf den jungen Sammler und wurde ihm zu einem lebenslangen Freund. In der Folge stand das Ehepaar Ludwig seit 1957 in enger Verbindung mit dem Museum Schnütgen. Peter Ludwig wurde Mitbegründer des Freundeskreises des Museum Schnütgen. Der Verein Pro Arte Medii Aevi trägt fortlaufend zur Weiterentwicklung des Hauses bei.

Das Vermächtnis des Ehepaars äußert sich einerseits durch Objekte aus der Sammlung Ludwig, die Irene Ludwig nach ihrem Tod dem Museum Schnütgen vermachte, wie zum Beispiel das Memento Mori in Form eines Grabmals, das durch seine faszinierend-grotesken Details die Blicke auf sich zieht. Oder durch Objekte, die sich als Dauerleihgaben der Peter und Irene Ludwig Stiftung im Museum Schnütgen befinden, wie zum Beispiel das sog. Harrach-Diptychon, welches eines der Hauptwerke der Sammlung darstellt. Irene Ludwig gründete die Stiftung nach dem Tod ihres Mannes Peter im Jahr 1997, um den Fortbestand der Kunstförderung seitens der Ludwigs zu sichern. So kam zum Beispiel der Ärmelbesatz einer Josefstunika ans Haus. Doch auch nach dem Tod beider Eheleute hörte ihre Förderung nicht auf. So konnten mit Mitteln ihrer Stiftung verschiedene Ankäufe für das Museum Schnütgen getätigt werden. Dazu zählen großartige Objekte, wie zum Beispiel der Große Kalvarienberg, mit seinen emotionalen Figurengruppen, und das reich bemalte Stundenbuch, das dem Meister der Jannieke Bollengier zugeschrieben wird.

Titelbild: Porträt Peter Ludwig, (c) Graphische Sammlung / Kölnisches Stadtmuseum