Reliquiare
Die Reliquiare im Museum Schnütgen sind oftmals aus wertvollen Materialen gefertigt, doch bargen sie das Kostbarste für die Gläubigen ursprünglich in ihrem Inneren: in den Reliquien – Gebeine von Heiligen, Reste ihrer Kleider oder ihrer Leidenswerkzeuge – waren die Heiligen selbst gegenwärtig und konnten Wunder bewirken. Reliquienbehältnisse gibt es in verschiedensten Formen: als „redende Reliquiare“ bilden sie die Körperteile nach, die sie bewahrten, als Schaugefäße gaben sie den Blick auf ihren Inhalt frei. Charakteristisch für Köln sind die Ursula-Büsten, die die Schädelknochen der Stadtpatronin Ursula und ihres Gefolges enthalten sollten.
Reliquienbüste mit Kruseler Köln, um 1350, Nussbaumholz, farbig gefasst, H. 44 cm, Inv.-Nr. A 97 © Rheinisches Bildarchiv
Reliquienbüste des Hl. Sebastian Köln, um 1340/50, Nussbaumholz, farbig gefasst, H. 24,5 cm, Inv.-Nr. A 257 © Rheinisches Bildarchiv
Armreliquiar Hildesheim (?), 2. H. 12. Jh., Eiche, H. 62,5 cm, Inv.-Nr. A 32 © Rheinisches Bildarchiv
Behälter in Form eines Kirchenmodells, Niederrhein (Köln?), 11./12. Jh., Bronze, 5,3 x 10,1 cm, Inv.-Nr. H 43 © Rheinisches Bildarchiv
Reliquienanhänger, Köln, 2. H. 13. Jh., Bergkristall, vergoldetes Silber mit Glasbesatz, 8 x 3,3 x 1,7 cm, Inv. G 392, © Rheinisches Bildarchiv
Bergkristallreliquiar, Köln, um 1200, Bergkristall, vergoldetes Kupfer mit Steinbesatz, 16 x 17,5 cm, Inv.-Nr. G 17, © Rheinisches Bildarchiv
Reliquienkästchen mit Martyrium des Hl. Thomas Becket Limoges, 1195-1200, Email, 20,2 x 17,9 cm, Inv.-Nr. G 535 © Rheinisches Bildarchiv